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  • Yachthafen Hindeloopen

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Burgen

Dauer / Entfernung

Tagestour, rund 120-150 km

Wetter

Die Besichtigung der Schlösser ist auch bei trüben Wetter recht nett. Regen sollte aber nicht sein.
Nebel und sehr schlechte Sicht sind nicht zu empfehlen da die fantastische Sicht von den Burgen aus dann eingschränkt ist.
Bei starkem Wind (wer will da schon alte Ruinen besichtigen ;-) ist der Aufstieg über wackelige Steintreppen nicht ungefährlich!
In den Bergen wird es kühler. Bei auflandigen Wind ist oft leichter Regen.
Die Schlucht Gorges des Galamus ist bei Sonnenschein am schönsten (kann sonst recht kalt werden).

Anfahrt:

Von Leucate aus geht es auf der D83 nach Rivesaultes. Dort verfranst man sich leicht, also aufpassen! Hinter Rivesaltes geht es weiter auf der D117 nach Estagel und schließlich nach Maury.
Bis hierhin hat man nur harmlose Steigungen auf gut ausgebauten Straßen vorgesetzt bekommen. Der Spaß geht nun erst richtig los ;-)

Château QuéribusDie Rundtour ab Maury führt durch kurvige Straßen durch die Berge.
Wohnmobile und ähnlich hohe Wagen sollten die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn fahren. Das hat den Vorteil das die Felsvorhänge weiter vom Alkoven entfernt sind. Außerdem kann der Beifahrer besser die Abhänge herunterschauen :)) Da es mitunter seeeehhhr tief hinunter geht, wobei keine Leitplanke den Blick versperrt und kein Seitenstreifen vom Panorama ablenkt, sollte der Beifahrer eine gewisse Bewunderung für die Straßenbaukünste der Franzosen mitbringen. Höhenangst ist hier wirklich nicht förderlich und produziert eine gespannte, schweigsame Atmosphäre im Wagen........ ich kenn' das!
Château QuéribusDie Sehenswürdigkeiten sind nicht schwer zu finden da sie gut ausgeschildert sind. Ca. 30 Minuten nachdem man die zivilisierte Strasse bei Maury verlassen hat, zeigt ein Schild nach rechts zur Burg Quéribus. Direkt nachdem man abgebogen ist gibt es links einen kleine Schotterparkplatz. Pkws und leistungsstarke Womos ignorieren ihn wahrscheinlich. Manch ein anderer wird ihn noch wiedersehen. Der Grund dafür ist dem Bild rechts zu entnehmen. Die Straßenbauer in dieser Region müssen ein ganz besonderen Sinn für Humor haben denn der Schild deutet auf ein Gefälle hin. Es folgt aber ein keine Erhebung die wahrscheinlich nur rechnerisch 17% Steigung hat..............

 

Château de Quéribus

Château QuéribusAuf den Kilometern bis hierhin habe ich mir die Frage gestellt wie die Burg  728 m über NN liegen kann wenn ich doch am Meer losgefahren bin und die Steigung bisher eher harmlos war. Also bereitete ich mich schon mal gedanklich auf recht steile Straßen vor und überlegte ob 78 PS genug für die 2,8 to des Bullis sind. Nicht zu vergessen das die Kupplung schon seit zwei Jahren nicht so ganz in Ordnung ist.......
Nach rund 500 m und geschätzten 100 Höhenmetern war die Antwort klar :NEIN!
Schon nach der ersten Kurve war der zweite Gang am Ende, auf der kurzen Geraden bis zur nächsten Haarnadelkurve legte ich behutsam den ersten Gang ein und scheuchte den Diesel mit erhöhter Drehzahl den Hang hinauf. So schleppten wir uns Meter für Meter vorwärts bis ein hartes Knacken auf dem Antriebsstrang zu hören war und ich den Bulli erlöste. Alleine das parken auf der der Strasse mutiert zu einem Abenteuer - so steil ist der Weg!
Da für die Geräusche kein Grund festzustellen war und sie beim erneuten Versuch die Festung zu stürmen erneut auftraten haben wir dann den Rückzug angetreten. Das Wenden auf der schmalen Straße war vergleichsweise harmlos. Die Abfahrt hat mehr Nerven gekostet ;-)
Zurück auf dem herrlichen Parkplatz verschnauften wir erst einmal und bereiteten und auf eine erneute Eroberung vor - diesmal aber zu Fuß! Der Aufstieg dauert rund 30 Minuten und ist gut zu bewältigen.

 

Château QuéribusOben auf dem Besucherparkplatz angekommen (unterwegs haben wir noch einen qualmender Renault-Bus überrundet, er hat es 50m weiter geschafft als wir!) noch schnell ein paar Euro Eintritt bezahlt uns ab geht es auf einem schmalen Geröllpfad die letzten 100-150 zur Burg, Höhenmeter natürlich!

Château QuéribusDie Burg hat wirklich eine einzigartige Lage. Sie ist in 728m Höhe auf die Bergspitze gebaut worden. Rundherum sind nur steil abfallende Hänge. Die Treppen vor der Burg sind teilweise in den blanken Fels geschlagen.

Château QuéribusIm Jahre 1020 zum ersten mal erwähnt hat sie ihre besten Tage sichtbar hinter sich gelassen. Viele Decken und Mauern sind eingestürzt. Geschlossene Räume sind rar. Dennoch ist eine Besichtigung sehr interessant. 


Eine Taschenlampe sollte nicht fehlen; den einige Gänge und "Höhlen" sind sehr dunkel. Strom gibt es nicht!
Auch für den großen Pfeilersaal mit dem beeindruckendem Gewölbe lohnt sich der Aufstieg. Fast ist man in die Zeit von Merlin & Co. versetzt.

 

Château de Peyrepertuse

Château de Peyrepertuse, Burg der KatharerIn Sichtweite von Quéribus liegt die Burg Perypertuse.
Wie nicht anders zu erwarten, ist der Aufstieg ebenfalls steil. Wobei das Fahrzeug geringere Qualen erleiden muss - die Insassen jedoch leiden mehr. Grund ist die Aversion der Franzosen gegen Leitplanken - egal wie schmal die Straße und wie tief der Abhang ist. :-)
Die letzte Kurve zur Burg muss man sich nicht wirklich antun. Bei nasser Straße brauchen auch PKWs mehrmalige Anläufe. Bullis könne es direkt sein lassen und auf dem kleinen Parkplatz am Straßenrand stehen bleiben, Und Womos? Sehr witzig.....;-)

Château de Peyrepertuse, schöne Ausblicke auf das RoussillionÄhnlich wie bei Quibérus muss man auch hier nach dem Kartenkauf noch ein paar Meter zur Burg gehen. Ca. 10-20 Minuten braucht man um den Weg um die Burg herum zu bewältigen. Feste Schuhe, am besten Wanderschuhe erleichtern es ungemein den naturbelassenen, schmalen Weg zu erklimmen. Bei regnerischen oder nebeligen Wetter fragt man sich schon hin und wieder warum man das macht .....

Château de Peyrepertuse, auf dem Gipfel bei 800mDer Zustand der Gemäuer ist noch ein wenig schlechter als beim Nachbarn. jedoch beeindrucken die Ausmaße der Burg und die in unterschiedlichen Ebenen an den Berg gebauten Ruinen (Räume).
Der Ausblick (auch nach unten) ist gewaltig.

Château de Peyrepertuse, schöne Ausblicke auf das Roussillion

 

Prés de Château de QuéribusDer weitere Rundweg (per Auto), auch entlang dem Georges de Galamus, ist wirklich sehr reizvoll. Allzu hoch oder zu breit sollte das Fahrzeug nicht sein aber meistens passt es ganz gut. :-)

 

 

 

 

Prés de Château de Quéribus

 

Die Eremitage von Saint-Antoine

 

Ermitage de Saint-AntoineNicht weit entfernt von der Schlucht 'Galamus' befindet sich eine Kapelle die im Berghang errichtet wurde.
Der Wanderweg zur Kapelle ist gut zu bewältigen. Auch wenn die Kapelle aus der ferne spektakulärer aussieht als sie von nahem ist, so lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Die Grotte ist wirklich beeindruckend und der kleine Tunnel zur Hauptstraße ebenso.
Wikipedia

 

Ermitage de Saint-Antoine