Die südlichste dänische Nordsee-Insel Römö liegt nur 3 km nördlich von Sylt, welches jedem Surfer aufgrund des Windsurf-World-Cup´s am Brandenburger Strand vor Westerland ein Begriff ist. Wer den Trubel und das „sehen-und-gesehen-werden“ nicht so braucht, ist aber auf Römö besser aufgehoben.

Es gibt auf Römö nur einen offiziellen Surfspot für Kiter und Windsurfer. Jenes ausgewiesene Surf-Areal ist aber so weitläufig, dass man selbst an guten Tagen mit vielen Surfern und Kitern keinen Platzmangel befürchten muss. Den Surfern/Kitern wurde vor einigen Jahren eine neue Zone zugewiesen: Der ehemalige Spot südlich von Lakolk fiel einer autofreien Zone zum Opfer und wurde weiter in den Norden verlegt. Dazu der offizielle Flyer vom Naturschutzministerium über die Verlegung des Surfspots auf Römö: https://www.roemoe.de/images/aktivitaeten/surfen/roemoe-surfen-karte.pdf


 

Rømø, WindsurfenQualitativ war es nicht von Nachteil… Wer zum neuen Surfspot möchte, fährt mit dem Auto in Lakolk auf den Strand und hält sich rechts. Tatsächlich ist der Spot auch einigermaßen gut ausgeschildert und i.d.R. ist man auch nicht der Erste auf dem Wasser, so dass Kites am Himmel eine gewohnt gute Orientierung darstellen.


Rømø, Surftag endetWährend am Strand von St. Peter Ording hölzerne Begrenzungspfähle die Weiterfahrt bis an die Wasserkante verhindern, kann man auf Römö mit dem Auto direkt bis an die Wasserlinie fahren. Wer allerdings bei Niedrigwasser bis vorn ran fährt, wird möglicherweise vom schnell auflaufenden Wasser überrascht. – Gebt also auf die Gezeiten acht und fahrt euch auch nicht fest!


Rømø, windsurf & sundownerSafety first - das gilt auch beim Surfen, denn die Nordsee ist kein Baggersee! Je nach Windrichtung und Tide kommt es zu leichten Strömungen, die nicht zu unterschätzen sind!

Auf Nummer Sicher (wenn es sowas gibt) geht, wer bei auflandigem Wind und auflaufendem Wasser rausgeht. Die Tage mit ablandigem Wind sind aber eher untypisch (unter 20%): Die vorherrschende Windrichtung ist WEST, in allen möglichen Variationen, NNW, SSW oder einfach nur W-Wind.

Die Wasserstände und Windvorhersage findet ihr an gewohnter Stelle auf https://www.windfinder.com/forecast/romo_surf_beach

Bei lang anhaltendem starken Westwind baut sich eine beachtliche Dünung auf, welche auf den vorgelagerten Sandbänken bricht. Aufgrund diverser Sandbänke kommt es zu einer recht breiten Weißwasserzone, der man aber durch Abfallen oder Anluven ganz gut begegnen kann. Hat man sich einmal durchgekämpft, erwarten euch endlose Wellenritte zur Belohnung! In den stehtiefen Zonen zwischen den Sandbänken kann man Kraft tanken und saubere Wendemanöver fahren. Aufgrund dieser Stehtiefe gilt Römö auch als hervorragendes Einsteiger-Revier für die Welle.

Am angenehmsten ist Römö im Spätsommer: Das Wasser konnte sich über den Sommer aufheizen und erreicht Ende August gut und gerne 20°C. Im Oktober kann es den ersten Frost geben, so dass auch die Wassertemperaturen schnell fallen. Zwischen Januar und März hat es zwischen 1°C - 5° C.

Die „Locals“ kommen den KFZ-Kennzeichen zufolge aus dem Großraum Schleswig, Flensburg, Kiel und Hamburg.

 

  • VORSICHT: Nicht zu nah am Wasser parken! unbedingt Tidenhub berücksichtigen
  • GEFAHR: An einer Stelle laufen Holzpfähle ins Wasser: Reste alter Buhnen (Wellenbrecher). Prägt euch vorher die Lage genau ein, denn man sieht sie bei Hochwasser kaum, gar nicht. Ein Loch im Board, Segel oder sonst wo braucht keiner…
  • WILD CAMPEN …ist in ganz Dänemark verboten! Man muss seinen Bulli also auf einen der Campingplätze bewegen oder ein Ferienhaus mieten, was in der Nebensaison tatsächlich gar nicht so teuer ist…