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Tarifa - Anreise (angezeigt)
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Tarifa ist die südlichste Stadt Kontinentaleuropas. Aber es ist nicht das Ende der Welt. Die Entfernung von Deutschland ist beachtlich. Rund 2600 km sind es Köln bis zur capitol of wind. Die einfachste Art die Strecke zu bewältigen ist vermutlich per Flugzeug. Frühzeitig geplant kann man per Billigflieger preisgünstig und in wenigen Stunden vor Ort sein. Die Transportkosten für das Material sind nicht unerheblich. Dazu kommt das eine Portion Glück nötig ist das alles Material ohne Schaden ankommt. Am Ziel angekommen, bekommt man relativ günstig Mietwagen mit Dachträger.
Etwas mehr Abenteuerlichkeit verspricht die Fahrt im PKW oder Womo. Mit mehreren Fahrern ist die Strecke in 30 Stunden zu schaffen. Ob das sinnvoll ist....? Kein anderer Urlaub hat so lange in unseren Köpfen herum gespukt.
Mehr als zehn Jahre hat es gedauert bis wir uns getraut haben. ;-)
Vielleicht lag es daran das unsere Bullis bis dato nicht so zuverlässig waren. Da überlegt man schon etwas kritischer ob man ihm die Strecke zutraut. Doch auch unser flinker T4 musste bei 6100 km im Zeitraffer Federn lassen. Die Batterie zähle ich eigentlich nicht dazu, denn die hat versagt als wir von zu Hause starten wollten :-) da es -3°C hatte und wir für die Fahrt wärmere Temperaturen erwarteten, war eine Strom-Infusion durch den flinken Pannendienst (danke an Dennis!) ausreichend. Ein lustiger Anfang, oder? Die Halterung der Motorabdeckung hat irgendwann aufgegeben, eine Zusatzwasserpumpe ging nicht mehr, der Rückfahrlicht-Schalter ließ die Lampen dunkel (nervig) und kurz vor der Rückfahrt hat sich das ABS verabschiedet. Also alles ganz normaler Verschleiß für 'nen TDI Baujahr '99. Außerdem gibt es auch am Ende Europas Autowerkstätten.
Auch wenn wir schon einige Male die l'Autoroute du soleil durch Frankreich gefahren sind, es wird nicht langweilig. Wir haben uns für den Hinweg drei Tage Zeit gelassen. Überraschend schön war der erste Stopp in Lyon. Eigentlich haben wir uns bislang nur auf Lyon gefreut weil für uns Südfrankreich beginnt wenn man in Lyon aus dem Tunnel gespuckt wird und (hoffentlich staufrei) entlang der Rhône die milde Luft durch die Fenster strömt. Die Stadt sieht von der Autobahn betrachtet doch sehr trist aus. Doch hinter der ersten Häuserreihe beginnen die lebhaften Einkaufsstraßen. Die Platanen entlang der Saône (die in Lyon in die Rhône fließt) und die schönen Plätze der Stadt vermitteln Großstadtflair. Leider sind wir nur kurz geblieben.
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