DER SPOT von Harderwijk ist der beliebsteste Einstieg ins Veluwemeer für Kiter und Windsurfer. Vielleicht weil Toiletten und Duschen vorhanden sind oder auch weil der Telstar-Surfshop sein Gebäude für Schulung und Verleih direkt am Spot hat. Oder weil nicht weit entfernt ein McDonalds ist. Oder, oder, oder, ... Also der Spot hat seine Vorteile. Ein Nachteil hat die Beleibtheit - es wird schnell voll. Gerade die ersten, flachen Meter im Wasser sind bei Anfänger sehr beliebt. Vom Strand aus gesehen darf man zuweilen zweifeln das man dort überhaupt durchkommt. Aber mit etwas Rücksicht reicht der Platz auf dem Wasser gut aus.
Die Tageskarte für den Parkplatz kostet für Kfz bis 6 m Länge 5 € und für 6-10m Länge 10 € (Stand: September 2009). Es gibt nur weniger Plätze am Veluwemeer an denen man preiswerter ans Wasser kommt und auch bleiben darf.
Die Anfahrt ist einfach: A28, Ausfahrt 11, rechts zum Spot, Geld einwerfen (Münzen!), surfen!
Hat die Zahlstelle passiert, so schaut man schon durch die hohen Bäume auf das Wasser und erblickt die ersten Kiter. Denn der erste Spot mit großem Parkplatz und schöner Wiese ist der Kitespot.
Der zweite Parkplatz, etwa 100m weiter und mit kleinerer Wiese und größerem Strand ist der Windsurf-Spot. In ersten Reihe geparkt hat man einen tollen Blick auf das Geschehen.
Westind kommt auflandig am Spot an. Und dementsprechend sind Süd und Nord sideshore. Wind aus östlichen Richtungen ist wie bei fast allen Spots an der Veluwemeer-Ostküste auch hier nicht brauchbar. Die Insel in der Seemitte stört den Wind aus Süd-Südwest ein wenig. Wenn man aber nicht zu nahe daran vorbei fährt ist es kein Problem.
Auf den ersten Metern ist die Wassertiefe sehr gering. Rund 100 Meter vom Strand entfernt gibt es die Veluwemeer Einheitstiefe von ca. einen Meter. Weiter draußen verläuft dann die Fahrrinne für die Schifffahrt. Dort ist es dann natürlich nicht mehr stehtief. Schon im eigenen Interesse sollte man die Fahrrinne nur bei entsprechenden Können und Wind lässig queren. Denn ausser den Freizeitskipper wird die Route auch von Containerschiffen und anderen Frachtern benutzt.
Die geringe Wassertiefe und die begrenzte Ausdehnung des Veluwemeeres lässt auch bei viel Wind keine Wellen zu. Anfänger sind hier gut aufgehoben. Und natürlich ist das glatte Wasser ein Genuß für Speedfreaks. Vielleicht auch ein Grund warum Björn Dunkerbeck Strand Horst besucht hat.
Nicht nur die geringe Wassertiefe im Uferbereich, auch das Seegras ist eine Belastung für die Finne und die Nerven. Ohne Seegrasfinne wird der Gleitspass öfters getrübt. Je nach Jahreszeit geht es auch ohne. Ende August hate ich mit dem Starboard Carve 122 und der 38er Serienfinne fast gar keine Probleme. Aber wer ein Weed-Finne hat sollte sie zum Veluwemeer mitnehmen.
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Sicherlich findet man auch anderswo schöne Ecken für einen Urlaub. Als Alternative bietet sich auch Kochel am See an. Der Kochelsee liegt rund zweihundert Meter tiefer als der Walchensee und hat die selbe faszinierende smaragdgrüne Farbe. Bei der Anfahrt zum Walchensee fährt man durch Kochel. Für Selbstverpfleger ist nun ein günstiger Zeitpunkt noch mal den Supermarkt aufzusuchen - in Walchensee gibt es nur einen Tante-Emma-Laden (der übrigens die freundlichste Verkäuferin hat die ich jemals erlebt habe!!!). Auch ansonsten gibt sich Kochel weitaus quirliger als der höher gelegene Nachbarort. Wer zuviel Ruhe nicht aushält und gerne mal ein paar Läden aufsucht der sollte vielleicht hier seine Unterkunft suchen und dafür einige Fahrten mehr in Kauf nehmen.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 11:06 Uhr