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Es gibt eine handvoll Wörter, die bei Windsurfern einen kleinen Adrenalinschub hervorrufen: z.B. Hawaii, Frontloop, Tarifa, 8 bft., Robby Naish, ....... Zu diesen Wörtern gehört auch Leucate oder, um es auf der Zunge zergehen zu lassen: Etang de Leucate - Highwind Area. Im Kopf laufen sofort die Fernsehbilder von der Speed-WM 19xx ab, man träumt von "immer-Wind-wenn-ich-surfen-will", sonnigen Wetter und der lockeren französischen Mentalität. Ein paar Minuten und einigen Seufzer später denkt der Normalo-Surfer (der neben dem surfen noch arbeiten muss und nicht den Winter in Kapstadt verbringt) dann an die lange Fahrt und das der brutale Hack ("da sind ja immer 10 bft oder mehr..") zum Saisonanfang etwas zuviel ist. BLOSS NICHT SCHOCKEN LASSEN!!! Leucate ist ein Traum! Der Wind ballert nicht jeden Tag so heftig und wenn doch, gibt es genug Spots an denen es etwas zahmer zugeht, außerdem hilft der Winterspeck das nicht jede Böe zum Schleudersturz führt ;-)
Leucate = Speedstrip, stimmt nicht 100%. Der Etang selber hat mehr Ijsselmeer-Charakter, d.h. große Bereiche die stehtief sind und keine bis kleine Welle. Der Unterschied zum Ijsselmeer: das Wasser ist klar, leicht salzig und wärmer. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Spots die bei auflandigen Wind Wellen von Mikrowelle bis 2m Klopfer bringen - und das bei angenehmen Wind- und Wassertemperaturen. Ideal für alle die selten in der Welle surfen. Wave-Freaks müssen schon auf viel Wind (Marin) hoffen. Nachdem ich mir jahrelang Anfang April in Holland den Ar... abgefroren habe, konnte meine Frau mich endlich überreden Leucate mal auszuprobieren. Die Osterferien bieten sich dafür an, denn das Wetter ist mit etwas Glück bereits sommerlich und selbst die Städte mit großen Hotelanlagen sind nahezu menschenleer - bis auf eine Horde Surfer. Ganze Schwärme von sonnen- und windhungrigen Surfaholics bevölkern dann, bewaffnet mit Baguette und Rotwein, die Ufer in Südfrankreich. :-)) cu! Wer einmal im April oder Ende Oktober in Leucate war, dem wird es enorm schwer fallen das nächste Mal wieder an die kalte Nordsee zu fahren. Zu angenehm ist das Klima am Mittelmeer und die relaxte südfranzösische Mentalität vertreibt schon nach kurzer Zeit die gewohnte Hektik. Wer öfters dort war, der schaut sich auch schon mal die Immobilienangebote an und träumt vom Lottogewinn..... ;-)) Mail doch mal, wenn Du auch infiziert bist
| Von Leucate bis zur spanischen Grenze reihen sich eine handvoll Dörfer entlang der Mittelmeerküste auf (siehe "la Grande Motte" *).
Diese teilen sich meist in zwei auseinander liegenden Ortschaften auf.
Zum einen der ursprüngliche Ortsteil und dem meist touristisch
ausgelegten Ortsteil am Meer. Also z B. Leucate-Village und
Leucate-Plage. Hinzu kommen andere Stadtteile wie z.B. Port Leucate.
* La Grande Motte
war das Pilotprojekt der französischen Politik zur touristischen
Erschließung des Languedoc-Roussillon. Das Konzept sah vor, an einem
etwa 200 km langen Küstenstreifen von der Camargue bis zu den Pyrenäen
insgesamt 5 Touristenzentren entstehen zu lassen. Eine unkontrollierte
Zersiedelung der Landschaft, wie an den Küsten Spaniens, sollte
vermieden werden. ==> Jean Balladur
Zwischen Leucate und der spanischen Grenze gibt es zahlreiche Stellen an denen man surfen und kiten kann. Welchses der beste Platz ist muß jeder für sich selbst entscheiden. Jeder Ort hat seine Vorzüge. Die Orte entlang der Küste sind (von Nord nach Süd): - Leucate - Barcarès - Torreilles - Sainte Marie - Canét - St Cyprien - Argelès - Collioure - Port Vendres - Cerbère
Auf den folgenden Seite folgt erst einmal ein kurze Beschreibung der Orte.
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- Leucate Das am Hang gelegene Leucate-Village ist ein uriges Dörfchen, dessen Häuser aus Naturstein eng aneinander stehend, schmale Gassen bilden. Das Dorf ist biedert sich nicht dem Touristen an. Die Atmosphäre ist beschaulich, alles ist schön anzusehen aber anderseits weiß man auch nicht so recht was man machen soll - als Touri ;-) Die Stadtteile Port-Leucate und Leucate-Plage bieten da Meer. Der Strand ist breit und schön und endet im Norden im Cap Leucate das sich für einen Ausflug anbietet. Der hinter dem Cap Leucate liegende Stadtteil La Franqui liegt verträumt zwischen Berge und Meer. Im Sommer ist bestimmt Trubel in den wenigen Strassen. Abseits der Saison ist es ein ruhiger Ort mit einer Natur die das Auge mit ihren Farben begeistert. Alljährlich im April findet der Mondial du vent statt. Ein Surf-Festival mit internationaler Beteiligung. Sehr zu empfehlen! Bilder auch in der Photo-Galerie
- Barcarès Die Stadt besteht zu 98% aus Tourismus und deren Begleiterscheinungen. Schon am Beginn des Ortes hilft ein Wegweiser die Appartementanlagen zu finden. Die wiederum sind in Buchstaben von A-Z eingeteilt - weil es so viele sind. Lobenswert ist allerdings das nahezu alle Anlagen oder Hotels geschmackvoll klein gehalten sind. Bettenburgen findet man auch hier nicht. Der Ort Port-Barcarès ist rund zwei Kilometer entfernt und spricht mit seinen Ferienhäuser anscheinend das gehobenere Klientel an. Dafür spricht auch der geräumige Yachthafen sowie der Sportboothafen. Auf der Etang-Seite von Barcarès befinden sich einige größere Ferienanlagen die mehr dem Massentourismus vorbehalten scheinen. Aber immer nett gemacht. Im Süden der Stadt gibt es zahlreiche große Campingplätze die in der Hochsaison sicherlich für mächtig Trubel in Barcarès sorgen. Die besondere Ferienanlage in Barcarès - und für viele der Ort, der gemeint ist wenn sie "Leucate" sagen ist die Île des Pêcheurs. Eine Insel mit geschmackvollen, ovalen Ferienhäuser mit Reetdach -halt die Hütten der Fischer. Die Insel ragt nicht direkt in den Etang de Leucate sondern in einen kleineren See. Zum surfen bei Tramontane ist es dennoch perfekt. Viele Bilder in der Photo-Galerie
- Toreilles
Toreilles ist ein kleines Örtchen mit Geschäften und Bars. Die Strände sind endlos, denn die nächsten Orte sind weit entfernt. Es gibt direkt am Meer einen Campingplatz.
- Sainte Marie
Sainte Marie ist ein schönes ,gepflegtes Örtchen. Etwas größer als Toreilles. Viele Palmen sorgen für eine mediterrane Atmosphäre. Große Hotelbunker gibt es zum Glück keine, trotzdem gibt es Bars und Restaurants entlang der Hauptstraße. Der Strand in Stadtmitte ist mit zahlreichen Buhnen versehen, die bei hohen Wellen das starten erleichtern. Bei starken Marin ist hier ein sicherer Platz zum surfen.
- Canet
Canet-Plage ist ein beliebtes Ziel für Jugendreisen. Eine kurze Suchmaschinenabfrage zu "canet plage" liefert hunderte Photos und Erlebnisse von Jugendlichen. Wer selber hin möchte sollte seinen Eltern nicht diese Bildern zeigen... ;-))
Canet hat meiner Meinung nach die größte Bausünde entlang der Küste. Hier findet man größere Hotelanlagen dicht gedrängt und direkt am Strand. Aber jeder wie er will.... Ein weiterer Grund dafür das in Canet mehr los ist, ist das die Küstenstraße direkt durch den Ort führt und die Schnellstraße von Perpignan hier mündet. Einer der besten Campingplätze Europas (ADAC) ist nur durch die Straße vom Strand getrennt.
Die Straße zwischen Canet und St. Cyprien (rund 3-4 km) ist an beiden Seiten sehr schön. auf der Meerseite gibt es auf der gesamten Länge Parkmöglichkeiten. Die Surfbedingungen bei Marin sind genial und bei Flaute ist der Strand ist auch für Nicht-Surfer sehr schön. Auf der anderen Seite ist der Etang de Canet der mit Fischerhütten und Flamingos glänzt. Dazu kommen noch die Corbières, die Ausläufer der Pyrenäen im Hintergrund.
- St. Cyprien
St. Cyprien hat den Vorteil das die Küstenstraße mitten durch die Stadt führt - jedenfalls wenn man die Umgehungsstrase verpasst. Mit einigen größeren Hotels, einem Yachthafen samt Casino und anderen touristischen Highlights ist im Zentrum auch mehr los als in anderen Städten an der Küste. Da der Strand gepflegt ist und es am Ortsrand auch schöne Ferienhäuser gibt, kann man es hier eine schöne Zeit verbringen.
- Argelès Die Stadt, ich habe sie bisher nur im Dornröschenschlaf in der Nebensaison gesehen, erscheint mir mit den zahlreichen Bars und Restaurant wie der Ballermann des Roussillion. Umso merkwürdiger das am Ortsende wunderschön der Strand Racou-Plage liegt, an dessem Ende die Corbières (Pyrenäen) im Mittelmeer verschwinden.
- Collioure Die Perle unter den Küstenstädten zwischen der Camargue und Spanien. Der Ort ist
wirklich extrem urig und authentisch. Schmale Gassen, eine Burg und alte Häuser aus
Naturstein bestimmen das Stadtbild. Obwohl es bemalte Vasen und kitschige
Bilder en masse zu kaufen gibt besticht der Ort durch das mediterrane Flair.
Hier beginnt der Urlaub richtig!
Das Licht und die Gegend haben seinerzeit auch Henri Matisse und Pablo Picasso in das Städtchen gelockt.
- Port Vendres Ähnlich wie Collioure, hat aber nicht ganz den Charme. Trotzdem immer einen Besuch
wert.
Der Name sagt es schon: es gibt hier einen richtigen Hafen. Wer morgens kommt
kann sich hier mit frischem Fisch eindecken. Obwohl - den gibt es in Frankreich
in jedem Supermarkt... - Cerbère Das letzte Dorf vor der Spanischen Grenze.
Wer es bis hierhin geschafft hat, dem ist entweder übel oder er ist Biker! :-)
Die Küstenstrasse gibt auf den letzten Kilometer alles - auch optisch sehr
reizvoll.
Der Ort bietet sich für alle an die Abstecher nach Spanien planen. Z.B. zum
tanken, ins Dali-Museum
oder nach Ampuriabrava, Barcelona, ...
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